Bio-Kunststoffe


BeoPlast als Kompetenzzentrum


Noch beruhen 98% aller verwendeten Werkstoffe auf Erdölbasis. Das verursacht einen enormen Ressourcenverbrauch. Ziel einer modernen, umweltbewussten Industriegesellschaft muss es sein, hier Alternativen zu entwickeln, bzw „Altbewährtes“ neu zu beleben. BeoPlast unterstützt seine Kunden aktiv dabei, solche alternativen Werkstoffe einzusetzen.

Wir verfügen über Fertigungs-Know-how rund um biobasierte Werkstoffe (Konstruktion, Formenbau, Spritzguss). Aus unserer umfangreichen Datenbank sind wir in der Lage, den für die Anwendung geeigneten Werkstoff herauszufiltern. Viele Materialien sind in unserem Musterlager verfügbar, so dass kurzfristig Probekörper oder Versuchsteile gespritzt werden können. Auf wissenschaftlicher Ebene arbeiten wir sowohl mit dem, in der Hochschule Hannover eingebundenen ifBB (Institut für Biobasierte Werkstoffe), als auch mit dem Fraunhofer (Umsicht) Institut zusammen.


Forschungsprojekte

Wir sind von der Notwendigkeit, aber auch von der Machbarkeit überzeugt, biobasierte Werkstoffe einzusetzen.

Aktuell sind wir an verschiedenen Forschungsprojekten beteiligt. Die Träger sind hier das Forschungszentrum Jülich und das FNR (angesiedelt am Bundesministerium für Landwirtschaft). Projektpartner sind das Fraunhofer Institut, das ifBB, verschiedene Hochschulen, sowie Industriepartner. Ziele sind u.a. Leichtbau, Füllstoffvarianten, etc.

Darüber hinaus sind wir als kooperierendes Unternehmen bei „BiNa“ engagiert (siehe auch im Bereich Links).


"Reach"-Erklärung

Recycling

Es gibt aber auch Anwendungsfälle, da kommt man mit einem Biowerkstoff nicht weiter. Sei es wegen des Kostenrahmens oder weil es ein spezielles Anforderungsprofil gibt, wo es (noch) keine „Bio-Alternative“ gibt. Die dann zweitbeste Lösung ist der Einsatz von Regranulaten. Dies sind fachmännisch aufbereitete Originalwerkstoffe. Diese durchlaufen während der Regranulierung diverse Prüfprozess mit einem entsprechenden Werksprüfzeugnis. So wird der Wertekreislauf verlängert. Sprechen Sie uns an!


Die faire Computermaus

Die Faire Computermaus

Der Einsatz von Biokunststoffen schafft die Möglichkeit, sowohl fossile Ressourcen zu schonen als auch die Emission von klimarelevanten Gasen zu reduzieren.
Ein Beispiel für den Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen ist „Die Faire Maus“. Ein Projekt des Nager IT e.V., dessen Ziel es ist, eine vollständig faire Computermaus zu realisieren. Hierzu gehört auch der Einsatz von Biokunststoffen für die wesentlichen Gehäuseteile. Und die werden bei BeoPlast produziert.

Damit die Computermaus dem Verständnis nach ein „Faires“ Produkt wird, muss natürlich auch darauf geachtet werden, dass sowohl die Arbeitsbedingungen im Fertigungsprozess als auch die Produktionsmethoden selbst nachhaltig sind. BeoPlast erfüllt diesen Anspruch.

Weitere Informationen zu diesem Projekt finden sie direkt auf der Seite des NagerIT e.V.


Checkliste zur Materialauswahl

Typische Thermoplaste sind PE, PP, ABS, PA, PC und deren Derivate. Viele Eigenschaftsprofile können durch Bio-Kunststoffe abgedeckt werden, bei anderen müssen ggf. konstruktive Änderungen für einen Ausgleich sorgen. Aber nicht alles kann 1:1 substituiert werden. Hier eine Checkliste zur weiteren Definition des Anforderungsprofils (* = Pflichtfeld):

Los gehts

Bio-Kunststoffe und Kosten

Leider kostet Umweltschutz Geld. So auch die alternativen Werkstoffe. Diese können zwischen 10 bis 100 Prozent teurer sein als das „Öl-Produkt“. Aber der Rohstoffanteil in der Spritzgusskalkulation liegt i.a. zwischen 30 und 50 Prozent, so dass sich der Rohstoffmehrpreis relativiert. Meist wird dieser Artikel dann noch in einer Baugruppe integriert und die Kosten verwässern weiter.

Sicher werden im Laufe der Jahre mit steigender Nachfrage bzw. größeren Rohstoffproduktionen die Mehrkosten sinken. Wir glauben aber, dass man mit dem Umweltschutz jetzt nicht mehr Jahre warten darf, bis irgendetwas eventuell billiger wird. BeoPlast hält für seine Kunden durch gebündelten Rohstoffeinkauf und Konstruktions- und Fertigungs-Know-how die Mehrkosten möglichst gering.

Fachbeitrag zum Thema:

In dem Fachmagazin „Forum Nachhaltig Wirtschaften“ der Ausgabe 03/2015 ist ein umfangreicher Artikel zu diesem Thema erschienen. Erfahren Sie im unten stehenden PDF Dokument, warum das Thema Biokunststoff enormes Interesse weckt, und wie viel Potential in dieser Technologie steckt.

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